Arbeitsfelder

Die Klinik bietet Entwöhnungsbehandlung bei allen stoffgebundenen Abhängigkeitserkrankungen, incl. Raucherentwöhnung. Wir tragen der Tatsache Rechnung, dass Abhängigkeitskranke, die der stationären Rehabilitation zugeführt werden, sehr häufig unter weiteren Erkrankungen leiden.

Neben akuten internistischen, gynäkologischen, kardiologischen und orthopädischen Erkrankungen, die durch hinzugezogene Fachärzte behandelt werden können, finden alle psychiatrischen Erkrankungen eine angemessene Behandlung während der Suchtrehabilitation, sofern sie nicht einer stationären Therapie im Akutkrankenhaus bedürfen.

Dazu gehören Schizophrenie, affektive Erkrankungen (z. B. Depression oder bipolare Psychose), Angsterkrankungen, Zwangserkrankungen, somatoforme Störungen, Eßstörungen, Schlafstörungen, Persönlichkeitsstörungen (incl. emotional instabile Patienten).

Minderbegabte Rehabilitanden bzw. Rehabilitanden mit geistiger Behinderung können nach Rücksprache aufgenommen werden.

Alkohol und Depression

Für einen Teil der Alkohol-Suchtpatienten ist eine chronische oder immer wiederkehrende Depression sowohl als Ursache als auch als Folge der Suchterkrankung ein ständiger Begleiter und eine enorme zusätzliche Belastung. Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig negativ. Die Leitsymptome der Depression, wie Antriebs-, Freud- und Hoffnungslosigkeit werden bei uns medikamentös und psychotherapeutisch behandelt, denn sie behindern häufig den Rehabilitationsverlauf. Wird die Depression nicht behandelt, wird die Abstinenz nicht lange anhalten.

Therapie für Suchtkranke mit Hund

Viele Menschen haben Hunde als treue Begleiter im Alltag. Dies trifft besonders auf Suchtkranke zu. Da bei Suchtkranken die üblichen sozialen Beziehungen häufig gescheitert sind, können sie sich auf ihren Hund als Stütze im Leben verlassen. Dem tragen wir dadurch Rechnung, daß Hunde mit zur Rehabilitation gebracht werden können. Sie werden in beheizten Zwingern untergebracht, somit können auch kleine Schoßhunde im Winter ohne zu frieren im Zwinger bleiben. Darüber hinaus bieten wir eine Schule für Hundehalter an, die durch eine in der Nähe gelegene Hundeschule durchgeführt wird.

Suchtklinik mit christlichem Hintergrund

Zwischen Christen und Nicht-Christen gibt es statistisch keine wesentlichen Häufigkeitsunterschiede bei psychiatrischen Erkrankungen. Dies bedeutet, daß auch Menschen, die im biblischen Sinne Christen sind oder solche, die nur einer Kirche angehören, genauso erkranken können, wie alle anderen. Wir bieten deshalb Christen, die suchtkrank sind und möglicherweise darüber hinaus auch noch weitere psychiatrische Erkrankungen haben, ein spezifisch christliches Angebot zusätzlich zu den üblichen psychiatrischen und psychotherapeutischen Therapieformen. Christen können aus ihrem Glauben Kraft schöpfen für die große persönliche Aufgabe der Abstinenz. Dabei können wir helfen.

Lernbehinderung und Sucht

Für einen Teil der Suchtpatienten ist Lernbehinderung als Ursache der Suchterkrankung ein ständiger Begleiter und eine enorme zusätzliche Belastung. Menschen mit Minderbegabung neigen aus verschiedenen Gründen sehr dazu, ihre Symptome (ständige Anspannung, Überforderung, Ratlosigkeit, Analphabetismus, Unruhe, Angst usw.) mit Alkohol oder Drogen zu behandeln. Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig negativ. Deshalb werden die Patienten mit Minderbegabung bei uns gesondert behandelt, denn die Symptome der Minderbegabung behindern häufig den Rehabilitationsverlauf. Sie können an Gruppen teilnehmen, die sie nicht überfordern, der Schwerpunkt liegt auf der Handlungsorientierung und es genügt die Erzielung eines einfachen Verständnisses der Suchterkrankung. Wird die Minderbegabung bei der Rehabilitation nicht berücksichtigt und werden ihre Auswirkungen auf das Alltagsleben nicht erkannt, wird die Abstinenz nicht lange anhalten.

Alkohol und Psychosen

Für einen Teil der Suchtpatienten ist eine Psychose sowohl als Ursache als auch als Folge der Suchterkrankung ein ständiger Begleiter und eine enorme zusätzliche Belastung. In Studien wurde mittlerweile festgestellt, daß fast jeder zweite Suchtkranke zumindest Basissymptome psychotischer Erkrankungen hat, die er mittels des Suchtmittels „behandelt“. Beide Erkrankungen beeinflussen sich gegenseitig negativ. Die Basissymptome der verschiedenen Psychosen, wie ein zu offenes Wahrnehmungstor, Ängste vor Verfolgung, Beziehungsideen, häufig stark ausgeprägt wechselnde Stimmungslagen, Selbstverletzungen usw. werden bei uns medikamentös und psychotherapeutisch behandelt, denn sie behindern häufig den Rehabilitationsverlauf. Wird die Psychose nicht behandelt, wird die Abstinenz nicht lange anhalten.

Posttraumatische Belastungsstörung

Für einige Suchtpatienten ist eine  posttraumatische Belastungsstörung PTBS sowohl als Ursache als auch als Folge der Suchterkrankung ein ständiger Begleiter und eine enorme Belastung. Menschen mit PTBS neigen aus verschiedenen Gründen sehr dazu, ihre Symptome (Schlafstörungen, Alpträume, Unruhe, Angst usw.) mit Alkohol oder Drogen zu behandeln. Patienten mit dieser Erkrankung werden bei uns medikamentös und psychotherapeutisch, hier auch mit EMDR, behandelt, denn die Symptome der PTBS behindern die Rehabilitation. Man darf jedoch nicht erwarten, daß die Therapie der PTBS während der Rehabilitation so weitgehend ist, daß die Beschwerden verschwinden, weshalb nach der Rehabilitation weitere psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung erforderlich ist. Wird die PTBS nicht behandelt, wird die Abstinenz nicht anhalten.

Vorgehen für Betroffene

Wenden Sie sich bitte zunächst an Ihre nächste Suchtberatungsstelle. Hier erhalten Sie Informationen und Hilfe um einen Antrag auf Rehabilitation zu stellen. Sie finden die für Sie zuständige Suchtberatungsstelle, indem Sie in einer Suchmaschine wie beispielsweise Google nach dem Begriff "Suchtberatungsstelle" und Ihrem Wohnort suchen.

Kontaktaufnahme

Suchtberatungsstellen wenden sich bitte direkt an die Rehabilitationsklinik Serrahn. Nutzen Sie hierzu gerne unsere Kontakt-Seite:
Rehaklinik Serrahn

Wir suchen

einen Psychologischen Psychotherapeuten (m/w) oder einen Sozialpädagogen (m/w) mit DRV-anerkannter Sucht-Zusatzausbildung. Bitte lesen Sie die Stellenanzeigen