Die Konzeption unserer Suchtklinik unterliegt der Veränderung, da sich die wissenschaftlichen und anderen Rahmenbedingungen weiterentwickeln, die Konzeption ist somit immer vorläufig.

Die Reha-Klinik ist eine Einrichtung der Serrahner Diakoniewerk gemeinnützigen GmbH. Die Leitung der Reha-Klinik erfolgt durch den Chefarzt und den Geschäftsführer. Als stationäre Einrichtung der Suchtkrankenhilfe arbeitet die Reha-Klinik mit örtlichen Vor- und Nachsorgehäusern, ambulanten Beratungsstellen, Selbsthilfegruppen und weiteren medizinischen und sozialen Einrichtungen zusammen. Die Arbeit der Selbsthilfegruppen wird unterstützt und gefördert.

Die Einrichtung stellt 36 Plätze zur Behandlung zur Behandlung von Alkohol- und Medikamentenabhängigen zur Verfügung. Auch bei Abhängigkeit von illegalen Drogen besteht für max. fünf Patienten die Möglichkeit der Aufnahme, wenn sie zuvor in einer anderen Einrichtung der Serrahner Diakoniewerk gemeinnützigen GmbH (z. B. SOS-Station oder Alte Post) bereits längere Zeit untergekommen sind und sich motiviert und integrationsbereit gezeigt haben. Die Behandlungszeit beträgt im Regelfall drei Monate. Sie verkürzt sich, wenn die möglichen und relevanten Behandlungsziele früher erreicht werden, sie kann bei gegebener Notwendigkeit durch einen gesonderten Antrag beim zuständigen Leistungsträger verlängert werden. Es stehen Zwei- und Einbettzimmer zur Verfügung.

Die Teilnahme an der Therapie ist volljährigen Frauen und Männern möglich. Die Patienten sollen grundsätzlich motiviert bzw. motivierbar sein, ihr Leben hinsichtlich suchtmittelfrei gestalten zu wollen und Bereitschaft zeigen, Hilfe anzunehmen und umzusetzen.

Patienten leben, besonders bei Abhängigkeitserkrankkungen, häufig ohne einen verbindlichen Orientierungsmaßstab, an dem sie ihre alltäglichen kleinen, aber auch die großen lebensbestimmenden Entscheidungen messen können. Die Folgen sind u. a. existentielle Lebenskrisen, Haltlosigkeit und Frustrationsintoleranz bei Spannungs- und Belastungsfaktoren des alltäglichen Lebens. Dem Betroffenen fehlen Motivations- und Durchhaltekräfte, die er z. B. in einer persönlichen Glaubensbeziehung zu Jesus Christus finden kann. Die Auseinandersetzung mit Sinn- und Glaubensfragen auf dem Hintergrund biblischen Verständnisses ist deshalb ein integraler Bestandteil und Therapiebaustein der Behandlung. Der Patient trifft dabei natürlich seine persönlichen Entscheidungen, die sich auch gegen den Glauben richten können.

Nach Eintreten einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit ist es unser vorrangiges Therapie- und Behandlungsziel, den Patienten zu unterstützen, sich aus der gelebten Abhängigkeit zu lösen und eine dauerhafte und völlige Abstinenz anzustreben und zu verwirklichen. Gleichzeitig gilt es, die durch die Suchterkrankung verlorengegangene, geminderte oder erheblich bedrohte Erwerbsfähigkeit des Patienten wieder herzustellen bzw. zu verbessern.